Berufliches Gymnasium, Schwerpunkt Erziehungswissenschaften

Es müssen zwei Schwerpunkte gewählt werden. Das sind Fächer bzw. Fachrichtungen, die auf erhöhtem Anforderungsniveau (eA) unterrichtet werden. In diesen Schwerpunkten findet der Unterricht mit fünf Wochenstunden statt, um wissenschaftliches Arbeiten zu erlernen – vor allem im Hinblick auf die Studierfähigkeit. Beide Schwerpunkte sind Teil der schriftlichen Abiturprüfung.

Die Fachrichtung ist der erste Schwerpunkt auf erhöhtem Anforderungsniveau. Es muss bereits bei der Bewerbung angegeben werden und wird mit Schulbeginn festgelegt. Danach ist ein Wechsel nicht mehr möglich. Für die Fachrichtung Gesunheit/Soziales ist das erste Fach auf erhöhtem Anforderungsniveau hier Erziehungswissenschaften.

Eines der Fächer Deutsch, Englisch oder Mathematik ist der zweite Schwerpunkt auf erhöhtem Anforderungsniveau. Es wird endgültig erst am Ende des 1. Halbjahres nach den Möglichkeiten der Schule gewählt und festgelegt. Mit anderen Worten: Man hat ein halbes Jahr Zeit, um sich für eines der drei Fächer zu entscheiden. Danach kann nicht mehr umgewählt werden.

Der Unterricht findet in allen Fächern der Einführungsphase (11. Jahrgang) und in der Qualifikationsphase (12. und 13. Jahrgang) überwiegend im Klassenverband statt.

 

Was sind Inhalte des Faches Erziehungswissenschaften?

ErziehungswissenschaftenDas Fach Erziehungswissenschaften beschäftigt sich mit den Grundlagen der interdisziplinär verschränkten Bereiche Pädagogik und Psychologie.

Dabei befasst sich die Pädagogik mit den individuellen und soziokulturellen Grundlagen menschlicher Erziehung und Bildung. Die Psychologie untersucht die Regel- und Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Verhaltens und Erlebens.

Die Schülerinnen und Schüler erfassen erzieherische Handlungen des Menschen, deren Ziele und Voraussetzungen sowie Wirkungen und beschäftigen sich mit wissenschaftlichen Theorien des Gegenstandsbereiches Erziehung. Hierbei erwerben sie die Fähigkeit, sich mit der Pluralität pädagogischer und psychologischer Forschungsergebnisse kritisch auseinanderzusetzen.

Grundsätzlich gilt, dass die Auseinandersetzung mit Erziehung es ermöglicht, sich als Subjekt und als Objekt in sozialen Prozessen zu erkennen und anzunehmen. Zum anderen gilt es, die daraus erwachsenden Konsequenzen für Versorgungssysteme, Gesundheitspolitik und -management, Gesundheitssystemgestaltung und nachhaltiges Umweltmanagement zu beurteilen (vgl. Lehrplan, S. 24).

Kernbereiche und bis zum Abitur verpflichtend zu unterrichtende Inhalte des Faches sind:

  1. Grundprozesse menschlichen Lebens und Erlebens
  2. Lernen und Lernförderung
  3. Entwicklung und Sozialisation als Grundprozesse menschlichen Erlebens und Verhaltens
  4. Interaktion und Kommunikation in Gruppen
  5. Ausgewählte Praxisfelder der Erziehungswissenschaften
  6. Pädagogische Richtungen in Theorie und Praxis

 

Weitere Unterrichtsfächer

Auf grundlegendem Anforderungsniveau (gA) sind in den einzelnen Schulhalbjahren folgende Fächer verpflichtend zu belegen – sofern es sich nicht um eA-Fächer handelt:

  • Deutsch
  • Latein, Dänisch, Französisch oder Spanisch
  • Englisch
  • Gesundheit
  • Gemeinschaftskunde
  • Wirtschaftslehre
  • Religion oder Philosophie (11. und 12. Jg.)
  • Mathematik
  • Biologie
  • Berufliche Informatik (11. und 12. Jg.)
  • Sport,
  • Kunst oder Literatur (12. Jg.)
  • Wahlpflichtkurs (12. Jg.).

 

Rechtliche Grundlagen und Verweise